Team

Sharing knowledge and growing together

Young Viesions habe ich Ende Jänner mit einem lachenden und weinenden Auge beendet. Froh bin ich – endlich den Kopf für neue Projekte wie diesen Blog frei zu haben – mindestens genauso schwer war aber auch der Abschied von meinem Team. Ich habe zurückgedacht, an die ersten Ziele: Vielfalt auf der Uni sichtbar zu machen, und gleichzeitig Stories zu schrieben die dem Negativismus der Medien Paroli bieten und lösungsorientierten Zugänge zeigen. Als ich gesehen habe – wie wichtig den Leuten aus dem Tutorium war, dass das Projekt weiter laufen wird – habe ich das Gefühl gehabt, wir haben das Ziel erreicht.

Ich habe während der Zeit, immer wieder andere Projekte verfolgt, die mit E-Learning und Lehrredaktionen arbeiten. Und immer wieder war ich überrascht – dass spannende Lehrredaktionen, und gut organisierte Lehrblogs – oder auch andere Modelle entweder untereinander in gar keiner Interaktion (Erklärung durch Powerpoint und Frontalunterricht) oder dafür ausschließlich mit Computer-Klassen in Informatikräumen umgesetzt wurden. Alleine wie die Infrastruktur und Architektur organisiert ist – macht einen entscheidenden Einfluss auf Inhalte und eine Gruppe.

Online lässt sich untereinander vieles transparent und oft auch einfacher feedbacken – das steht für mich außer Diskussion. Vor allem WordPress liefert da ein dankbares System – weil mit sogenannten Revisionen bei den Beiträgen klar ersichtlich ist – wer welchen Beitrag bearbeitet – und so auch in großen Teams über 30 Personen gemeinsam und kollektiv an schriftlichen Arbeiten gewerkelt  – und Feedback gegeben werden kann.  Durch Young Viesions habe ich erst verstandnen – wie viel Zeit und Mühe man sich beim E-Learning ersparen – oder auch investieren kann.

Ob es dazu in Universitäten / Schulen einen eigenen Informatikraum – klassisch in Reih und Glied braucht –  daran zweifle ich bis heute. Klar hat ein Uni-Projekt eine andere Struktur – als die Schule. Hier macht eine straffere Organisation sicher auch Sinn. Ich habe mich bei der ersten gemeinsamen Themenrecherche für den Blog aber meistens für den offline Weg entschieden – weil das Gemeinsame – die Ideen – und die Idee, die wieder aus dem Fenster geworfen wird – die Diskussion – kein Internet und kein Informatikraum liefern konnte.

Eine Lehrredaktion ist keine Redaktion, aber auch hier werden Abläufe ähnlich einer Redaktionssitzung in einem gemeinsamen Gespräch festgelegt – oder auch zerfetzt. Wir hatten bei der Recherche hunderte Post Its in der Hand, waren draußen unterwegs, auf den Tischen, (manchmal muss alles mehr wie ein Montessori-Kindergarten als wie Uni ausgesehen haben) um dann mit festem Ziel vor den Macs in der Lehrredaktion mit dem Schreiben zu beginnen. Gute Stories beginnen selten vor dem Bildschirm – das würde ich auch in Zukunft immer noch so umsetzen. Oder vielleicht ja wieder dann, wenn es mit unserem Blog irgendwann eine Fortsetzung gibt…